Wer braucht Social Software?

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Nicholas Carr, Autor des Buches “Does IT Matter?”, hat in seinem Blog Rough Type die Frage aufgenommen, ob Social Software wirklich nützlich ist oder nur ein verübergehendes, zu sehr gehyptes Phänomen.

Er kommt zu dem Ergebnis, das die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Phil Edwards und Ryan Carson hingegen kommen zu dem Ergebnis, dass außer ein paar verspielten Geeks niemand Social Software wirklich braucht.

Es ist zwar ganz nett, Social Apps zu benutzen, aber ineffektiv und zu zeitaufwändig. Deshalb bleibt es bei den Meisten bei dem frommen Wunsch, in die Foto-Community Flickr einzusteigen oder eine coole Site bei MySpace zu haben.

Dass Social Software Zeit kostet, ist geschenkt. Mir steht bei der Argumentation allerdings der Freizeitaspekt zu sehr im Vordergrund. Ich treibe mich auch nur bei Flickr rum, um die Bilder vom Wochenende hochzuladen, wenn ich nicht so viel zu tun habe. Wenn ich ein Bild zu einem bestimmten Thema brauche, dann nutze ich die Foto-Community aber bei der Arbeit. Und das geht dann in der Regel schneller als früher, wo ich Agenturen abklappern musste.

Bei openBC habe ich einige Kommilitonen wiedergefunden, mit denen ich beruflich nichts zu tun habe. Es ist einfach schön, mal wieder den Kontakt aufzufrischen - Freizeitaktivität, ganz klar. Aber wenn ich mich auf ein Interview vorbereite, finde ich es nützlich, dass ich mir in der Business-Community meinen Gesprächspartner schon mal ansehen kann. Das verkürzt das persönliche Vorstellen manchmal, so dass ich mehr Zeit für die eigentlichen Fragen habe.

Vielleicht liegt es an meinem Profession, dass Social Software so praktisch für mich ist. Jedenfalls könnte ich diese Liste der Beispiele eine Weile fortsetzen.

Mein Fazit: Social Software ist momentan angesagt, vielleicht ein bischen zu sehr. Das bedeutet aber nicht, dass sich die nützlichen Tools nicht dauerhaft etablieren und uns den Arbeitsalltag erleichtern können.

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